Ipe extensible drawing editor

Eines der Tools, das ich im vergangenen Semester entdeckt und dann mehrfach für das Vorlesungsskript zur Linearen Algebra 1 eingesetzt habe, ist der freie (GPL v3) Grafikeditor IPE von Otfried Cheong. Die erste Version stammt aus dem Jahr 1993, der Editor ist insofern ein Urgestein der Softwarelandschaft.

Der Editor eignet sich besonders für Zeichnungen, die ein bisschen handgezeichneter aussehen sollen als Grafiken, die man mit TiKZ programmiert.

IPE produziert Vektorgrafiken, die sich also ohne Qualitätsverlust skalieren lassen im PDF-Format, die sich dann direkt mit includegraphics in eine TeX-Datei integrieren lassen. Praktisch ist, dass der vollständige IPE-Quelltext, mit dem die Datei dann in IPE weiterbearbeitet werden kann, in diese PDF-Datei eingebettet wird. Man braucht also keine weitere Datei abzulegen.

In IPE-Grafiken kann direkt LaTeX (und nach Wahl auch LuaLaTeX) eingebunden werden: Man gibt den LaTeX-Quelltext in IPE ein, und der Editor übernimmt dann die Kompilierung und Darstellung. Das ist sowohl für die Einbindung mathematischer Symbole sehr praktisch, also auch, um bei reinem Text dieselben Schriftarten zur Verfügung zu haben, wie in dem LaTeX-Dokument, in dem die Grafik dann benutzt werden soll.

Es gibt eine Anbindung an die Programmiersprache Lua, die ich allerdings bisher nicht benutzt habe, die zum Beispiel das automatisierte Zeichnen von Graphen ermöglicht.

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